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Kloster Posa - Interview mit Ina Tuscher

Ina Tuscher lebt im Kloster. Nein, nicht als Nonne. Die 31-Jährigeverwandelt als Projektleiterin gemeinsam mit dem „Kultur- und Bildungsstätte Kloster Posa e.V.“ ein ehema­liges Kloster­gelände in Zeitz im Süden Sachsen-Anhalts in einen Ort für Kultur und Bildung.

Was ist das Besondere am Projekt Kloster Posa?
Wir wollen die Kulturlandschaft der Region bereichern und dem historischen Kloster neues Leben einhauchen. Das sieben Hektar große Gelände ist eine riesige Spielwiese, innovative Ideen umzusetzen. Der Verein ist aber auch über die Klostermauern hinaus aktiv. Unser Projekt Open Space Zeitz organisiert Kunstaktionen in leerstehenden Gebäuden, Vorträge oder Pop-Up-Dinner.

Welche Angebote gibt es auf dem Klostergelände?
Viel Kultur, wie Konzerte oder Lesungen. Aber auch Weinverkostungen oder das Fahrradkino. Ein anderes Beispiel: Um Kunstprojekte in der Region zu unterstützen, haben wir ein Siebdruckatelier und eine Dunkelkammer eingerichtet, in denen Gruppen Drucken lernen. Es gibt aber auch Führungen durch die historische Klosteranlage und zu den Ausgrabungsstätten auf dem Gelände.

Wie wohnt es sich in so einer Klosteranlage?
Nicht so, wie einst die Benediktinermönche. Wir sind heute viel privater organisiert. Acht Erwachsene und sieben Kinder leben auf dem Gelände in renovierten Häusern oder Wohnungen. Trotz der Instandsetzung einiger Gebäude und der Renaturierung der riesigen Grünflächen mit Streuobstwiesen oder den Klostergärten und dem Weinberg, bleibt immer viel zu tun. Mitunter hilft nur noch beten, wenn es zum Beispiel stürmt, damit alte Dachziegel auch wirklich dem Wind trotzen.

Was sagen die Menschen aus Zeitz und Umgebung zu Ihrer Idee?
Anfangs wurden wir als Aussteiger, die in einer Art Hippie-Kommune zusammenleben, kritisch beäugt. Mittlerweile lobt die Mehrheit unser Engagement in der Region. Viele schätzen den Ort als Kultur- und Begegnungsraum.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Mein Wunsch ist, dass junge Menschen mit guten Ideen herkommen und sich ausprobieren.

Kloster Posa

Sachsen-Anhalts Landesmotto: #moderndenken

Modernes Denken ist ein Markenzeichen Sachsen-Anhalts. Hier haben über Jahrhunderte hinweg kluge Köpfe weltverändernde Ideen entwickelt, die ihrer Zeit voraus waren. Sechs Ideen aus dem heutigen Sachsen-Anhalt hat die UNESCO als Erbe der Menschheit anerkannt. Das Bundesland besitzt eine einmalige Dichte von Welterbestätten. Hinzu kommen UNESCO-Modellregionen für Nachhaltigkeit. Die Region bot über Jahrhunderte Freiräume, modern zu denken. Dieser Geist, Neues zu wagen und vorzudenken, wirkt bis heute fort. Das belegen die vielen positiven Beispiele der Kampagne www.moderndenken.de

Im Landesportal, bei Instagram (@moderndenken) und im Magazin #moderndenken stellen wir kleine und große Ideen sowie ihre Protagonisten vor: Menschen, Unternehmen, Vereine, die vordenken, handeln und die Zukunft gestalten.

Die Kampagne