Sachsen-Anhalt ist mehr als ein Bundesland. Hier wachsen Talente heran, die Weltklasse erreichen und ihre Wurzeln behalten. Ob auf dem Eis, im Wasser oder vor dem Bildschirm: Sie zeigen, dass Stärke aus Gemeinschaft entsteht. Ihre Geschichten zeugen von Heimat, Mut und dem festen Glauben daran, dass großes Können dort gedeiht, wo Zusammenhalt zählt.
Erfolg wächst zuhause
Ob auf dem Eis, im Wasser, im Boot, auf dem Spielfeld, vor der Zielscheibe oder vor dem Bildschirm – Sachsen‑Anhalts Sportlerinnen und Sportler zeigen, dass Erfolg zu Hause wächst. Hier zählen Kraft, Mut und Gemeinschaft – Werte, die Spitzenleistung in der Welt möglich machen, Zusammenhalt stärken und tief in ihrer Heimat Sachsen-Anhalt verwurzelt sind.
Weltklasse-Schwimmer Lukas Märtens lebt und trainiert in Magdeburg. Para-Kanutin Anja Adler findet in Halle (Saale) beste Trainingsbedingungen für ihren Sport vor. Bennet Wiegert lebt seine Handball-Leidenschaft als Trainer des SC Magdeburg. Levy Finn Rieck ist einer der erfolgreichsten e-Sportler Deutschlands – und stammt aus Köthen. Olympiasieger Thorsten Margis bleibt auch nach seiner sportlichen Karriere in Halle (Saale). In Salzwedel trainiert der Deutsche Meister von 2025 Ole Retzlaff jede Woche mit dem Bogen.
Aus Sachsen-Anhalt in die Welt - und immer zurück
In der Tradition vieler erfolgreicher Schwimmer
In Magdeburg ist Schwimmer Lukas Märtens groß geworden – sportlich wie persönlich. Vom ersten Training über das Sportgymnasium bis hin zum Olympiastützpunkt führte ihn sein Weg durch vertraute Bahnen und kurze Wege. „Ich kenne Magdeburg wie meine Westentasche“, sagt er. Hier hat er gelernt, Verantwortung zu übernehmen, an sich zu glauben und seine Ziele konsequent zu verfolgen. Namen wie Paul Biedermann sind für ihn Ansporn, kein Druck.
Sachsen-Anhalt hat viele große Schwimmer hervorgebracht, und Märtens
will diese Tradition fortsetzen. Die Chancen darauf stehen gut mit einer olympischen Goldmedaille (2024), Europa- (2022) und Weltmeistertiteln (2025). Auch wenn irgendwann die aktive Karriere endet, eines steht fest: Ohne Sport – und ohne Sachsen-Anhalt – geht es für ihn nicht.
Handball als Leidenschaft
Bennet Wiegert, Handball-Trainer des SC Magdeburg, steht für die Leidenschaft, die diese Region prägt. Aufgewachsen in Magdeburg, arbeitet er heute dort, wo seine eigene Laufbahn begann, und führt den Erfolg mit dem Deutschen Meister (zuletzt 2022 und 2024), Champions-League-Sieger (2025) und DHB-Pokal-Gewinner (2024) fort. Für ihn ist diese Arbeit mit einer der erfolgreichsten Vereinsmannschaften der Welt ein Privileg – „eine Win-win-Situation für alle“. Seine direkte Art ist Teil seines Erfolgs: ehrlich, fordernd, authentisch. „Ich will nicht schauspielern“, sagt er. Das schafft Vertrauen. Aus starken Einzelspielern formt er ein Team. Für Wiegert zählt nicht allein der Titel, sondern das Miteinander – Gespräche, Vertrauen, Freundschaften. Die wichtigsten Momente sind für ihn die leisen, wenn Verbindung entsteht. Dafür ist er hier – in Sachsen-Anhalt.
Energiequelle Sachsen-Anhalt
Anja Adler aus Halle (Saale) zählt zu Deutschlands besten Para-Kanutinnen. Zahlreiche Platzierungen auf dem Siegerpodest in nationalen und internationalen Wettkämpfen sind das Ergebnis von Durchhaltevermögen, Disziplin und Leidenschaft. 2021 wurde sie Europameisterin über 200 Meter Kajak. „Es lohnt sich, immer wieder aufzustehen und weiterzumachen“, sagt sie.
Beim SV Halle arbeitet sie weiter an ihrer sportlichen Laufbahn, unterstützt durch Olympiastützpunkt, Landessportbund und Behindertensportverband. Barrierefreie Trainingsbedingungen, individuelle Förderung und ihr Team sind für sie die Basis des Erfolgs. Nach Wettkämpfen zieht sie Kraft aus Familie, Freunden und Natur. Für Anja ist Sachsen-Anhalt nicht nur Heimat, sondern die Energiequelle, aus der sie immer wieder schöpft.
Bobsport auf Spitzenniveau
Thorsten Margis ist mit fünf olympischen Goldmedaillen (zuletzt 2026) und vielen anderen Platzierungen auf dem Treppchen einer der erfolgreichsten Bobsportler Deutschlands – obwohl seine Wurzeln nicht in klassischen Wintersportregionen liegen. In Halle (Saale) fand er ideale Bedingungen, um Sommer für Sommer an Kraft, Technik und Anschub zu feilen, bevor es im Herbst auf die Eisbahnen der Welt ging. „Hier kann man Bobsport auf Spitzenniveau trainieren“, sagt Margis.
Parallel zu seinen Goldmedaillen bei Olympia und Weltmeisterschaften absolvierte er Ausbildung und Studium in Merseburg – unterstützt von Unternehmen wie Sonotec, wo er heute in Vollzeit arbeitet.
Nun genießt Margis das Leben nach dem Spitzensport, bleibt aber aktiv – mit Teamgeist, Bodenhaftung und der Gewissheit, dass Leistung und Lebensfreude in Sachsen-Anhalt fest zusammengehören.
Sachsen-Anhalt im Herzen
eSports-Fußballer Levy Finn Rieck trägt Sachsen-Anhalt im Herzen – auch dann, wenn er auf den digitalen Bühnen der Welt spielt. Aufgewachsen in Köthen, geprägt vom Rückhalt seiner Familie und Freunde, hat der „Kicker eFootballer des Jahres 2025“ früh gelernt, was Zusammenhalt bedeutet. „Hier komme ich immer wieder an“, sagt er. Zwischen Training, Turnieren und Reisen ist das Nachhausekommen für ihn das Kostbarste – hier findet er Ruhe und neue Kraft.
Sein Hobby wurde sein Beruf, doch Rieck ist geblieben, wer er war: bodenständig, offen und konzentriert. Er sieht seinen Weg als Chance – für sich und andere. eSport, sagt er, verdiene Offenheit und Förderung. Sachsen-Anhalt könne auch hier Talente hervorbringen, wenn man den Mut habe, neue Wege zu gehen. Zukunft entsteht dort, wo Menschen an sie glauben – wie hier, in seiner Heimat.
Mit 13 Deutscher Meister
Ole Retzlaff aus Salzwedel ist erst dreizehn Jahre alt und schon Deutscher Meister im Bogenschießen. Er erinnert sich noch gut an seinen ersten Schuss mit dem Bogen: Eigentlich suchte er nur ein neues Hobby – doch sein Talent fiel den Trainern der Schützengilde Salzwedel sofort auf. Im Sommer 2025 gewann er seinen ersten großen Titel. „Richtig verstanden habe ich das erst mit der Medaille um den Hals“, erzählt er. Der schönste Moment kam aber früher, als er bei der Hallenmeisterschaft 30 von 30 möglichen Ringen traf. „Da hat einfach alles gestimmt.“
Neben dem Sport engagiert sich Ole bei der Jugendfeuerwehr, hilft in der Kinderkirche und geht leidenschaftlich angeln. Seine Familie steht fest hinter ihm. Vater Danilo trainiert, Bruder Tio schießt ebenfalls, und Mutter Susanne organisiert im Verein. Der Bogensport ist längst Familiensache geworden – und gemeinsames Leben in Sachsen-Anhalt.

