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Gardelehrer – Interview mit Mandy Schumacher

Lehrer gesucht! Im ländlichen Raum fehlt es an Lehrkräften. Bürgermeisterin Mandy Schumacher möchte in Gardelegen etwas dagegen tun. Mit „Garde­lehrer“ haben Stadt und das Bildungsministerium des Landes ein einmaliges kommunales Projekt geschaffen.

Was ist das Besondere an „Gardelehrer“?
Wir unterstützen unsere Garde­lehrer bereits im Studium. Dann stellen wir Referendaren und Berufsanfängern eine Wohnung zur Verfügung. Außerdem hilft die Verwaltung bei der Suche nach einem Kitaplatz oder nach einem Arbeitsplatz für den Partner. Möchten Gardelehrer ein Haus bauen, schauen wir, welche Grundstücke in Frage kommen. Also eigentlich eine Rundumbetreuung.

Wie wurde das Projekt umgesetzt?
Es ist das erste kommunale Projekt dieser Art in Deutschland. Schon die Entstehung war etwas Besonderes und ist nachahmenswert. Mit überwältigender Mehrheit hatte mich der Stadtrat beauftragt, für den Bereich Lehrergewinnung ein Konzept zu erstellen. Gemeinsam mit Vertretern des Stadtrates und mit großer Hilfe des Ministeriums für Bildung des Landes ist es uns gelungen, diesen umfangreichen Maßnahmen­katalog zu erstellen.

Welche Erfahrungen konnten Sie sammeln?
Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Ministerium können wir früh­zeitig gezielt Studentinnen und Studenten unterstützen, die Fächerkombinationen studieren, die in Gardelegen benötigt werden. Von Anfang an haben sich viele Studentinnen, Referendare, aber auch junge Lehrerinnen mit Anfragen an uns gewandt. So konnten wir bereits drei Lehrer für unsere Stadt gewinnen. Auch bei der zweiten Bewerbungsrunde gab es wieder viele Interessenten. Wir sind also auf dem richtigen Weg und werden ihn auch weiter beschreiten.

Was bedeutet für Sie modernes Denken?
Nicht nur starr auf den eigenen Zuständigkeitsbereich schauen. Institutionsübergreifend denken und erkennen, dass Herausforderungen nur gemeinsam gelöst werden können. Mal etwas ausprobieren, ohne zu wissen, ob es funktioniert. Für mich entsteht modernes Denken nicht nur in einem Kopf – Teamarbeit ist der richtige Weg.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Weiterhin gute Zusammenarbeit mit Stadtrat und Bürgern, viele neue Ideen und Projekte, die das Gemeinwohl stärken und dazu führen, dass die Bürger unserer Stadt stolz auf unsere gemeinsame Leistung sind.