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Pionier des Ackerbaus

Landwirt Jonas Schulze Niehoff aus der Magdeburger Börde ist ein Pionier des Anbaus von Kichererbsen in Deutschland.

Mit ausgebreiteten Armen steht Öko-Landwirt Jonas Schulze Niehoff auf seinem Feld in Schleibnitz in der Magdeburger Börde. Hier sprießen zehntausende Pflänzchen, die man in dieser Gegend nicht vermutet. Auf inzwischen 50 Hektar baut Schulze-Niehoff die für Europa eher ungewöhnliche Kichererbse an. „Der Anbau war eher Zufall”, erzählt der Börde-Bauer. „Es gab etwas mit Kichererbsen zum Mittagessen. Da tauchte die Frage auf, wo die eigentlich herkommen. Ich musste selbst erstmal nachsehen. Aha, Indien, China, Türkei…” Und jetzt auch in Sachsen-Anhalt.

Als sich Schulze Niehoff vor vier Jahren mit dem Anbau beschäftigte, war die Skepsis groß. Wie kann die Kichererbse, die eigentlich subtropisches Klima liebt, in Deutschland wirtschaftlich angebaut werden? Da es keine Erfahrungswerte für die Region gab, hat sich Schulze Niehoff von Jahr zu Jahr an das Optimum herangetastet: Wann ist ideale Aussaat- und wann Erntezeit? Wie bekommen wir den optimalen Ertrag? Mit Unterstützung der Martin-Luther-Universität in Halle und Ernährungsexperten wurde ein Weg für den Anbau gefunden. Heute besitzt der Landwirt aus der Börde den größten Kichererbsen-Anbau in Deutschland. Durch seine Neugier und seinen Entdeckergeist hat er es geschafft, dass Hummus, der u.a. für Falafel genutzt wird, jetzt auch regional produziert werden kann.

 

Idee

Durch den Klimawandel werden in unseren Breiten künftig verstärkt andere Sorten angebaut werden müssen. Die Kichererbse gehört sicher dazu – fand Öko-Bauer Schulze Niehoff nach einer vielversprechenden Versuchsreihe heraus. Die orientalische Hülsenfrucht mag Wärme und Trockenheit – und gedeiht genau deshalb so gut bei uns.

 

Kopf

Jonas Schulze Niehoff stammt ursprünglich aus Westfalen, kam 2008 in die Magdeburger Börde – und will nie wieder weg. Er baut neben Kichererbsen auch andere innovative Kulturen an: Quinoa, ein Hochlandgetreide aus den Anden, Hanf und Sojabohnen.

Sachsen-Anhalts Landesmotto: #moderndenken

Modernes Denken ist ein Markenzeichen Sachsen-Anhalts. Hier haben über Jahrhunderte hinweg kluge Köpfe weltverändernde Ideen entwickelt, die ihrer Zeit voraus waren. Sechs Ideen aus dem heutigen Sachsen-Anhalt hat die UNESCO als Erbe der Menschheit anerkannt. Das Bundesland besitzt eine einmalige Dichte von Welterbestätten. Hinzu kommen UNESCO-Modellregionen für Nachhaltigkeit. Die Region bot über Jahrhunderte Freiräume, modern zu denken. Dieser Geist, Neues zu wagen und vorzudenken, wirkt bis heute fort. Das belegen die vielen positiven Beispiele der Kampagne www.moderndenken.de

Im Landesportal, bei Instagram (@moderndenken) und im Magazin #moderndenken stellen wir kleine und große Ideen sowie ihre Protagonisten vor: Menschen, Unternehmen, Vereine, die vordenken, handeln und die Zukunft gestalten.
Die Kampagne