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E-Bikes aus dem 3D-Drucker

E-Bikes aus dem 3D-Drucker: Sebastian Meinecke und Ramon Thomas entwerfen und bauen in Magdeburg innovative High-Tech-Räder.

Man sieht der alten Industrie-Villa im Magdeburger Norden ihr modernes Innenleben nicht an. Hier wurde das Fahrrad – zumindest ein bisschen – neu erfunden. Es geht vor allem um den Rahmen. Die Macher des Magdeburger Start-Ups Urwahn Bikes haben hier weltweit das erste E-Bike aus dem 3D-Drucker entwickelt. „Inzwischen sind wir Weltmarktführer auf diesem Gebiet”, sagt Sebastian Meinecke, einer der beiden Gründer und Geschäftsführer.

Statt Aluminium oder Karbon verwenden die Magdeburger einen elastischen Stahl für ihre Fahrradrahmen. Der ist weniger bruchempfindlich, leichter reparier- und nach einem langen Fahrrad-Leben komplett recycelbar.

Zuerst wird der künftige Besitzer genau vermessen. In der Firmenzentrale werden dann alle Daten gebündelt. Der 3D-Drucker selbst steht wenige Kilometer weiter nördlich im Bördeort Barleben. In der Urwahn-Manufaktur schrauben schließlich 20 Kollegen den frisch gedruckten Rahmen und alle Einzelteile zu individuellen Fahrrädern zusammen. „In diesem Jahr werden wir rund 600 Urwahn-Bikes produzieren”, sagt Sebastian Meinecke. „Wir möchten uns vergrößern, planen eine gläserne Manufaktur am Standort Magdeburg. Warum die Urwahn-Macher, die ihre Räder längst in die ganze Welt verkaufen, auf jeden Fall in Sachsen-Anhalt bleiben wollen: „Hier haben wir Freiraum zur kreativen Entfaltung.” Und moderate Grundkosten. Gute Voraussetzungen für moderne Denker – und Macher.

 

Idee

Die innovativen Tüftler von Urwahn haben ein E-Bike entwickelt, dessen Stahlrahmen im 3D-Drucker hergestellt wird. Das Unternehmen aus Magdeburg baut maßgeschneiderte Fahrräder mit individuell angefertigtem Rahmen, die komplett recycelbar sind. Inzwischen wurde das Unternehmen mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis, Europas größte Auszeichnung für ökologisches und soziales Engagement. Außerdem gab es 2021 zum zweiten Mal den Red Dot Product Design Award. Das Unternehmen gewann zudem den internationalen Green Product Award für eine nachhaltige und regionale Wertschöpfungskette.

 

Köpfe

Altmärker Sebastian Meinecke gründete 2017, damals war er noch Student an der Uni Magdeburg, zusammen mit Ramon Thomas die Urwahn Engineering GmbH.

Sachsen-Anhalts Landesmotto: #moderndenken

Modernes Denken ist ein Markenzeichen Sachsen-Anhalts. Hier haben über Jahrhunderte hinweg kluge Köpfe weltverändernde Ideen entwickelt, die ihrer Zeit voraus waren. Sechs Ideen aus dem heutigen Sachsen-Anhalt hat die UNESCO als Erbe der Menschheit anerkannt. Das Bundesland besitzt eine einmalige Dichte von Welterbestätten. Hinzu kommen UNESCO-Modellregionen für Nachhaltigkeit. Die Region bot über Jahrhunderte Freiräume, modern zu denken. Dieser Geist, Neues zu wagen und vorzudenken, wirkt bis heute fort. Das belegen die vielen positiven Beispiele der Kampagne www.moderndenken.de

Im Landesportal, bei Instagram (@moderndenken) und im Magazin #moderndenken stellen wir kleine und große Ideen sowie ihre Protagonisten vor: Menschen, Unternehmen, Vereine, die vordenken, handeln und die Zukunft gestalten.
Die Kampagne